Mehr Lebensqualität durch Beckenbodentraining

Deutschland hält sich fit. Kaum ein Fitness-Trend der nicht ausgelassen wird, um möglichst viel Lebensqualität zu erhalten. Doch es gibt auch Bereiche zu denen bisherige Fitness-Trends noch nicht vorgedrungen sind, wie zum Beispiel der Beckenbodenmuskulatur. Eigentlich sehr verwunderlich, denn durch gezieltes Beckenbodentraining lässt sich die Lebensqualität ungemein steigern. Neben einer deutlich verbesserten Kontinenz zum Beispiel nach einer Schwangerschaft, sorgt das Beckenbodentraining für eine Steigerung der sexuellen Empfindungen. Sex wird sowohl für die Frau als auch für den Mann wieder als intensiver empfunden. Ist das nicht ein bißchen tägliches Training wert ?

 

Der Beckenboden ist, wie der Name bereits andeutet, der Boden der Beckenhöhle beim Menschen. Dieser Beckenboden wird definiert durch mehrere Muskeln, die man in zwei Gruppen unterteilt: Nämlich dem hinteren Beckenbodenteil der durch den Mastdarm unterbrochen wird, und dem vorderen Beckenbodenteil der bei der Frau die Scheide durchtritt. Diese Muskeln steuern wichtige Körperfunktionen, die durchaus elementar sein können, aber auch sehr angenehm oder sogar aufregend spürbar. Von Bedeutung sind hier vor allem die vorderen Muskelpartien des Beckenbodens.

 

Die Aufgaben der vorderen Beckenbodenmuskulatur


Die Funktionen des Beckenbodens sind: An- und entspannen, sowie gegenhalten. Das Anspannen sichert hier die Kontrolle über das Harnlassen, die sog. Kontinenz bei Männern und Frauen. Durch eine Entspannung hingegen, wird ein Wasserlassen und der Stuhlgang möglich. Übrigens tritt eine Entspannung ebenfalls beim Geschlechtsverkehr der Frau, sowie bei der Erektion des Mannes ein. Beides gleichzeitig findet beim Orgasmus statt, hier pulsiert der Beckenboden. Wenn man allerdings niesen muss, lachen oder husten, hält der Beckenboden dagegen - dies verhindert einen unkontrollierten Urinverlust, wie er bei Inkontinenz der Fall ist.

 

Ein gesunder Beckenboden ist keine Selbstverständlichkeit


Wer schon einmal versucht hat, den Urinstrahl bewusst anzuhalten, der hat zum Einen seine Beckenbodenmuskulatur gespürt, und zum Anderen bemerkt wie es um genau diese steht: Eine gesunde und starke Beckenbodenmuskulatur ermöglicht es dabei ohne weiteres, das Wasserlassen zu unterbrechen. Doch so ein kräftiger und gesunder Beckenboden ist nicht selbstverständlich: Ganz alltägliche Beschwerden und Geschehnisse können ihn überaus stark schwächen. Dazu gehören: Übergewicht, Entbindungen oder eine Körperfehlhaltung, die seine Elastizität vermindern und im Extremfall zu einer Absenkung des Beckenbodens führen. Dies endet im ungünstigsten Verlauf zu einer Blasenschwäche, die bei den meist weiblichen Patientinnen zu einem großen Leidensdruck führt. Männer sind aufgrund ihrer Anatomie selten von einer Inkontinenz betroffen. Erst nach einer Prostataoperation können auch Männer einen schwachen Beckenboden entwickeln. Eine ideale Methode zur Stärkung des Beckenbodens ist das Beckenbodentraining.

 

Hilfe zur Selbsthilfe: Beckenbodentraining


Doch keine Angst: Eine gesunde Funktion des Beckenbodens kann jeder trainieren. Die Vorteile liegen auf der Hand: Nicht nur das Wasserlassen kann besser gesteuert werden, auch das Sexualleben wird durch einen starken Beckenboden positiv beeinflußt. Durch Beckenbodentraining wird die Beckenbodenmuskulatur besser durchblutet und damit die Reizleistung der erektilen Fasern stärker - das Empfinden wird intensiver, der Sex dadurch schöner, vor allem für das weibliche Geschlecht. Die elementarste Variante dieses Trainings stellt das Anspannen und Entspannen der vorderen Beckenbodenmuskulatur dar. Hier wird die Scheide "zusammengepresst" und wieder gelockert, immer wieder abwechselnd. Das kann Frau überall tun: Im Büro, Zu hause oder Unterwegs, dies funktioniert stehend, sitzend oder liegend. Wichtig dabei ist, möglichst oft an diese Übung zu denken. Je öfter trainiert wird, umso größer ist der Erfolg. Empfohlen werden Anfangs 6 bis 8 Wiederholungen, Fortgeschrittene wiederholen diese Übung locker 20 bis 30 mal. Dieses sogenannte "Kegeln", haben auch die Ladies aus der US-Kultserie Sex and the City entdeckt, was herauskommt als sie im Cafè einen Katalog mit Sexspielzeug durchblättern. Vamp Samantha erklärt hier der ahnungslosen und obendrein recht prüden Charlotte: "Wenn alles dauerhaft straff sein soll, solltest Du den "Kegel-Muskel" jeden Tag zehn Minuten anspannen und wieder locker lassen. Eine Übung nach Dr. Kegel. Ich mache meine Übungen zum Beispiel jetzt ".

 

Mehr Spaß beim Sex durch Kegel-Übungen


Ursprünglich vom amerikanischen Urologen Dr. Arnold Kegel in den 50er Jahren erfunden, um Patientinnen nach einer Schwangerschaft zu einer besseren Blasenfunktion zu verhelfen, kann diese Form der Rückbildungsgymnastik von jeder Frau täglich angewendet werden. Die positiven Effekte des Beckenbodentrainings waren nicht nur medizinisch sichtbar, auch die männlichen Partner der nach der Methode von Dr. Kegel behandelten Frauen konnten sich über die positiven Therapieeffekte freuen. Durch die wieder gekräftigten Beckenbodenmuskeln nach der Schwangerschaft waren sie in der Lage, ihre Partnerinnen durch die jetzt strafferen Muskeln im Beckenboden besser zu spüren. So wurde der Sex dadurch für beide wieder deutlich intensiver wahrgenommen. Männer finden zudem Gefallen daran, wenn die Frau während des Sex den Beckenboden gezielt in Spannung versetzt, denn dadurch umschließt die Scheidenwand seinen Penis besonders fest. Durch diese Kegel-Übungen können Frauen leichter zum Höhepunkt kommen und Orgasmen können viel intensiver erlebt werden. Beim Zusammenziehen der Vagina ist es bei manchen Frauen auch möglich den G-Punkt zu stimulieren.

 

Liebeskugeln als Trainingshilfe


Eine sehr effektive Methode den Beckenboden zu kräftigen, besteht in der Anwendung von Liebeskugeln. Diese Liebeskugeln müssen in der Scheide aktiv durch Muskelkraft bewegt werden. Im Vergleich zu den Kegel-Übungen besteht hier durch die Kugeln ein großer intravaginaler Widerstand, der durch den Einsatz der Beckenbodenmuskeln überwunden werden muss. Es reicht ein kurzes Training, bei dem schon ein paar Minuten täglich genügen, um den Beckenboden zu stärken.

 

Fazit:


Die oft stark vernachlässigte vordere Beckenbodenmuskulatur kann durch gezieltes Beckenbodentraining immens gestärkt werden. Nicht nur nach einer Schwangerschaft sollte der Beckenboden im Rahmen einer Rückbildungsgymnastik trainiert werden, auch sonst sind die positiven Effekte des Beckenbodentraining für jede Frau spürbar. Durch den Einsatz von hoch effektiven Übungen wie z.B den Kegel-Übungen, oder durch Liebeskugeln können Frauen die Beckenbodenmuskulatur bewusst und jederzeit kräftigen. Das sexuelle Lustempfinden wird so gesteigert, und einer unangenehmen Inkontinenz kann dadurch frühzeitig vorgebeugt werden. Wir empfehlen qualitativ hochwertige Liebeskugeln wie die Smartballs von Fun Factory, Joyballs von Joydivision oder Glückskugeln von Lebenslust.

 

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